Zuschussprogramme Corona des Landes Baden-Württemberg für Unternehmen (Februar 2021)
Der Bund hat Zuschussprogramme zur Bekämpfung der Auswirkungen der Corona Pandemie beschlossen. Zum einen eine Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen. Der Antrag zu dem Zuschussprogramm ist durch einen Steuerberater zu stellen. Es stehen auch ausserordentliche Wirtschaftshilfen zur Verfügung auch hier können wir bei der Antragstellung behilflich sein.
Wir helfen Ihnen gerne die Zuschussanträge zu prüfen und auch zu stellen, bitte sprechen Sie uns an.
Unfalltaggelder aus der Schweiz
Unfalltaggelder aus schweizerischen Unfallversicherungen (SUVA) bei privaten Unfällen sind steuerfrei. Strittig ist die Frage, ob der Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG anzuwenden ist. Anhängig FG Baden-Württemberg, AZ. 2-K-1258/20
Verluste aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage / Antrag auf Steuerbefreiung
Verluste über mehrere Jahre aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage führen nicht automatisch zur Nichtanerkennung und zur Liebhaberei. Maßgebend sind für die Wirtschaftlichkeit die Prognosen des Herstellers vor Anschaffung der Anlage. Laut einem Schreiben des Bundesfinanzministerium ist es möglich für PV Anlagen bis 10 KW Leistung beim zuständigen Finanzamt eine Befreiung bei der Einkommensteuer zu beantragen. Dies betrifft aber nicht die Umsatzsteuer sofern hier die Regelbesteuerung gewählt wurde.
Sonderausgabenabzug ausländischer Beiträge zur Altersversorgung
Ein Sonderausgabenabzug ausländischer Arbeitslöhne aus einem EG-Land ist zulässig. Dies gilt auch im Verhältnis zur Schweiz.
Überlassung Fahrrad/E-Bike an Arbeitnehmer
Ab 01.01.2019 ist die Überlassung eines Dienstfahrrads/E-Bike an Arbeitnehmer wie folgt zu behandeln:
Erfolgt die Überlassung in Form einer Gehaltsumwandlung z.B. in Höhe der Leasingrate (Jobbike) wird die Privatnutzung in Höhe von 0,5% des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert.
Wird das Rad zusätzlich zum Arbeitslohn unentgeltlich an den Arbeitnehmer überlassen ist die Privatnutzung steuer- und sozialversicherungsfrei. Ein Werbungskostenabzug für die Entfernungspauschale zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist zusätzlich möglich. Nicht begünstigt sind E-Bikes über 25 km/h.
Jobticket
Ab 01.01.2019 kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr zusätzlich zum Lohn steuer- und sozialversicherungsfrei als Barzuschuss oder Sachbezug bezahlen. Der Arbeitnehmer kann das Ticket auch für private Zwecke nutzen.
Vorsteuerabzug bei Vereinen
Der Vorsteuerabzug bei Sportvereinen stellt einen nicht unerheblichen finanziellen Eigenanteil insebesondere bei Investitionen dar. Im Bereich des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs kann in Eingangsrechnungen enthaltene USt i.d.R. in voller Höhe beim Finanzamt zurückgefordert werden. Im ideellen Bereich dagegen ist ein Vorsteuerabzug nicht möglich. Bei der Vermögensverwaltung (hier insbesonders bei der Clubheimverpachtung) kann durch eine Optionserklärung die Vorsteuer ebenfalls erstattet werden.
Problematisch ist der sportliche Bereich. Hier ist in der Regel nur ein anteiliger Vorsteuerabzug möglich. Gerade bei großen Investitionen (z.B. Sportplatz und Kunstrasen) wäre ein möglichst hoher Vorsteuerabzug eine erhebliche finanzielle Hilfe. Könnte in diesem Bereich ein 100%iger Vorsteuerabzug erreicht werden? Die Praxis zeigt, dass dies durch entsprechende Gestaltung möglich ist. Prüfungen durch das Finanzamt ergaben dann die Zustimmung. Individuelle Beratung ist hierzu allerdings notwendig. Für weitere Informationen können Sie uns gerne kontakieren.
Besteuerung Kapitalauszahlung aus schweizer Pensionskasse
Der Bundesfinanzhof entschied in 2014 in mehreren Urteilen über die steuerliche Behandlung von Kapitalauszahlungen aus schweizer Pensionskassen. Die Kernaussagen sind, die Auszahlungen können fallbezogen steuerfrei, ermäßigt besteuert oder steuerpflichtig sein. Es kommt auf verschiedene Faktoren an, wie z.B. Eintrittsdatum, Obligatorium oder Überoblagatorium, usw. wie die steuerliche Behandlung zu bewerten ist.
Neu ist, dass der Bundesminister für Finanzen an 03.08.2016 die Urteile als allgemein anwendbar erklärt hat. Damit besteht in vielen Fällen Rechtssicherheit. Jeder Einzelfall sollte jedoch individuell auf seine steuerlichen Konsequenzen geprüft werden.